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Luc R.C. Deleu in 'Bob De Groof oder der Raptus eines visionären Expressionisten’ (Januar 1991)

Bob De Groofs plastische Untersuchung fokussiert auf die zeitgenössische Gesellschaft. Sie ist Exponent einer internationalen Subkultur.
Die visionär-expressionistische Malerei von Bob De Groof bringt die tragische Lage des revoltierten Menschen in unserer chaotischen Welt, und drückt die Konfliktsituation des stark aggressiv aufgeladenen Individuums aus, ein Individuum, das in der geordneten technologischen Gesellschaft zwischen Verständnis und Sensibilität - parametern von Bob De Groofs visionärem Raptus oder schneller Verzückung - hin und her gerissen wird. Rein malerisch gesehen, wird Bob De Groof von dem historischen Expressionismus, dem amerikanischen Abstrakt-Expressionismus mit dem Action-painting und Dripping inspiriert, doch seiner Inhalt ist zeitgenössisch. Expressionistisch, weil die Kunst von Bob De Groof eine Bewegung vom Inneren des Künstlers nach außen, zur Wirklichkeit, enthält. Der Künstler wirft sich auf die Realität, nimmt sie in sich auf, verarbeitet und subjektiviert sie während des Kreationsprozesses. Diese Bewegung fordert das völlige Engagement des Künstlers in der Wirklichkeit auf breitestem Raum.
Dennoch bringt Bob De Groof keine Kunst, die analysiert oder thematisiert. Die Gemälde möchten von einer exhibitionistischen und provozierenden Aufstellung aus verführen. Es gibt übrigens deutliche Verbindungen mit dem Universum des amerikanischen Autors William Burroughs. Ein Universum das ich heraufbeschwöre mit Worten wie Angst, Drogen, Kicks, eros-thanatos, außergewöhnliche Bewußtseinszuständ, Besessenheit, narkotische Fixierungen,immer ausgedrückt mit dem Exhibitionismus des Graffiti.

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